Stell Dir vor, Du liest eine ganz einfache Geschichte.
Und gerade deshalb erkennst Du darin plötzlich Parallelen zu Deinem eigenen Leben. Mal mehr, mal weniger.
Was daraus entsteht, lässt sich kaum vorhersehen: neue Gedanken, Inspirationen, Erkenntnisse – vielleicht auch ein Lächeln oder ein paar Tränen.
Die passenden Songs kannst Du direkt anhören. Sie vertiefen die Geschichten, lassen ihre Gedanken länger nachwirken und helfen dabei, manche Erkenntnis konstruktiv im Alltag zu integrieren.
Auf dieser Seite erfährst Du anhand eines Beispiels, wie die SongStories aus diesem Buch auf Dich wirken können.

Klappentext:
Gedanken kommen oft leise.
Zwischen zwei Momenten.
Zwischen zwei Entscheidungen.
Oder genau dann, wenn man nicht nach ihnen sucht.
Dieses Buch versammelt dreizehn SongStories.
Kleine Geschichten.
Und zu jeder dieser Geschichten gehört ein Lied.
Um das, was zwischen den Zeilen liegt, noch einmal anders spürbar zu machen.
SongStories sind kleine Reisen.
Zu Erinnerungen.
Zu Gedanken, die vielleicht schon lange da sind.
Oder zu denen, die erst dabei entstehen.
Vielleicht zu Impulsen, die etwas in Bewegung bringen.
Vielleicht zu einem Gedanken, der noch ein wenig bleibt.
Erlebe selbst, wie eine SongStory wirkt
Was eine SongStory bewirken kann, lässt sich am besten selbst erleben.
Die folgende Geschichte handelt von einer zufälligen Entdeckung.
Lies sie zunächst in Ruhe. Höre anschließend den passenden Song – und achte einfach darauf, was davon bei Dir hängen bleibt.
Nur mal sehen
(Eine gekürzte Vorschaufassung – im Buch wird die Geschichte ausführlicher erzählt.)
Da saß sie nun.
Dabei hatte sie sich so auf diesen Nachmittag gefreut.
Endlich wieder Sauna.
Zusammen mit ihrer besten Freundin.
Einfach raus.
Ruhe.
Zeit zum Reden.
Diese Nachmittage bedeuteten ihr viel. Es ging längst nicht nur um Wärme, Aufgüsse oder Erholung. Es waren vor allem die Gespräche.
In der Sauna hatten sie schon wichtige Entscheidungen getroffen, Pläne entworfen und Gedanken sortiert. Hier war Platz für all das, was im Alltag oft liegen blieb.
Doch dann kam die Nachricht.
Ihre Freundin musste absagen. Ihr Sohn war krank geworden und brauchte sie.
Alleine wollte sie nicht fahren.
Also blieb sie zu Hause.
Plötzlich lag ein völlig leerer Nachmittag vor ihr.
Sie saß am Tisch. Der Laptop war noch geöffnet, die Nachricht ihrer Freundin auf dem Bildschirm.
Ohne nachzudenken begann sie zu tippen:
„Und jetzt?
Was mache ich jetzt?“
Dann schrieb sie:
„Ich habe keine Ahnung.“
Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht.
„Und wenn ich eine Ahnung hätte – was würde ich dann tun?“
Sie überlegte kurz.
„Vielleicht würde ich einfach meine Gedanken hier hineinschreiben.“
Das wirkte ein wenig albern.
Aber irgendwie auch interessant.
„Vielleicht würde ich sogar eine kleine Geschichte schreiben. Einfach so. Nur, um mal zu sehen, wohin das führt.“
Dann bemerkte sie, dass sie direkt in das Chatfenster ihrer Freundin geschrieben hatte.
Schnell löschte sie alles.
Doch der Gedanke blieb.
Sie öffnete ein leeres Dokument.
Hier konnte sie schreiben, ohne dass es jemand sah. Ohne Ziel. Ohne Plan.
Sie setzte die Finger auf die Tastatur und begann:
„Es war ein ganz normaler Tag am See.“
Sie las den Satz. Löschte ihn wieder. Fing neu an.
Manches fühlte sich falsch an. Vieles ergab noch keinen Sinn.
Sie hätte jederzeit aufhören können.
Niemand hätte etwas bemerkt. Niemand erwartete etwas von ihr.
Aber sie blieb sitzen.
„Sieht ja keiner“, dachte sie.
Nur noch ein paar Worte.
Dann noch ein Gedanke.
Und noch einer.
Irgendwann war es draußen dunkel geworden.
Am Abend dachte sie:
„Na ja, da habe ich mir eben einen kleinen Spaß gemacht. Morgen lösche ich den Quatsch wieder.“
Doch am nächsten Morgen kam ihr noch im Bett eine neue Idee.
Sie stand auf, öffnete das Dokument und schrieb weiter.
In den folgenden Tagen ging sie immer wieder an den Laptop.
Manchmal nur für einige Minuten. Manchmal wurde eine Stunde daraus. Und gelegentlich dachte sie tagelang überhaupt nicht daran.
Es gab keinen Plan.
Kein „Ich muss“.
Eher ein leises:
„Ich könnte ja noch einmal schauen.“
Mit der Zeit wurden die Handgriffe vertrauter. Ideen tauchten auf, bevor sie bewusst danach suchte.
Die Datei, die anfangs „Quatschgeschreibsel“ geheißen hatte, bekam irgendwann einen richtigen Titel:
„Alltag am See“.
Was als kleines Spiel begonnen hatte, veränderte sich.
Ganz nebenbei.
Eines Tages hielt sie inne und betrachtete die vielen Seiten auf ihrem Bildschirm.
„Habe ich das wirklich geschrieben?“, fragte sie sich.
Aus ein paar zufälligen Sätzen war eine Geschichte entstanden.
Noch nicht perfekt.
Noch nicht ganz fertig.
Aber stimmig.
Und während sie las, kamen ihr schon wieder neue Ideen.
Sie versuchte sich zu erinnern, wann sie eigentlich beschlossen hatte, ein Buch zu schreiben.
Doch einen solchen Moment hatte es nie gegeben.
Keinen mutigen Entschluss.
Keinen großen Plan.
Kein Risiko.
Nur diesen einen Gedanken:
„Das könnte ich eigentlich einmal ausprobieren.“
Einige Zeit später saßen die beiden Freundinnen wieder zusammen in der Sauna.
Nach dem ersten Saunagang holte sie ein Buch aus ihrer Tasche und legte es neben ihre Freundin.
„Heute habe ich Dir etwas zu lesen mitgebracht.“
Ihre Freundin betrachtete das Cover.
„Da steht ja Dein Name. Hast Du dieses Buch geschrieben? Warum hast Du mir nichts erzählt? Wann ist das denn passiert?“
Sie lächelte.
„Ich glaube, es hat an dem Nachmittag angefangen, an dem Du mir abgesagt hast.“
Dann sagte sie:
„Manche Wege beginnen nicht dann, wenn alles passt.
Sondern genau dann, wenn plötzlich nichts mehr passt.
Und man einfach sitzen bleibt und denkt:
Na gut …
dann sehe ich eben mal, was jetzt passiert.“
Der Song zur Geschichte
Die SongStory endet hier noch nicht.
Nun folgt der passende Song. Er greift Gedanken und Stimmung der Geschichte auf und trägt sie auf seine eigene Weise weiter.
Dieses Video wird von YouTube geladen (ggf. erst nach Zustimmung sichtbar).
Was bleibt bei Dir hängen?
Vielleicht hat Dir diese SongStory nicht nur etwas erzählt.
Vielleicht hat sie Dir auch etwas von Dir selbst gezeigt: einen vertrauten Gedanken, eine kaum beachtete Stärke, eine Sehnsucht oder eine Möglichkeit, die bisher im Hintergrund geblieben ist.
Was hat die Verbindung aus Geschichte und Musik bei Dir ausgelöst?
Vielleicht war es nur ein kurzer Gedanke. Vielleicht ein vertrautes Gefühl oder ein Satz, der Dich an etwas aus Deinem eigenen Leben erinnert. Vielleicht bemerkst Du die Wirkung auch erst später.
In diesem Sinne kann jede SongStory zu einem kleinen Spiegel werden. Was Du darin erkennst, ist bei jedem Menschen anders.
Mal mehr, mal weniger.
Genau darin liegt das Besondere der SongStories: Sie schreiben Dir keine Erkenntnis vor.
Im Buch findest Du diese SongStory in ihrer ausführlichen Fassung sowie viele weitere Geschichten mit den dazugehörigen Songs und Songtexten.
Einfache Geschichten lassen Raum.
Sie erklären nicht jeden Gedanken bis ins Letzte und schreiben Dir nicht vor, was Du daraus mitnehmen sollst. Stattdessen zeigen sie eine Situation, ein Gefühl oder einen kleinen Wendepunkt, in dem Du vielleicht etwas aus Deinem eigenen Leben wiedererkennst.
Gerade diese Einfachheit kann viel bewirken.
Denn sobald Du eine persönliche Verbindung entdeckst, wird aus einer fremden Geschichte plötzlich auch ein Stück Deiner eigenen. Vielleicht erinnerst Du Dich an eine ähnliche Situation. Vielleicht siehst Du etwas aus einer neuen Perspektive. Vielleicht bleibt lediglich ein Satz hängen, der erst später seine Bedeutung entfaltet.
Jeder Mensch bringt andere Erfahrungen mit. Deshalb kann dieselbe SongStory bei verschiedenen Menschen ganz Unterschiedliches auslösen – und auch bei Dir selbst zu unterschiedlichen Zeiten anders wirken.
Mal mehr, mal weniger.
Aber oft bleibt etwas zurück, das Dich noch eine Weile begleitet.
Die Geschichte öffnet oft zuerst eine Tür.
Die Musik führt ein Stück weiter hindurch.
Ein Song greift die Stimmung und den Kerngedanken einer SongStory auf seine eigene Weise auf. Dabei wiederholt er die Geschichte nicht einfach. Er verdichtet sie, verändert vielleicht den Blickwinkel und spricht zusätzlich eine Ebene an, die sich mit Worten allein oft nur schwer erreichen lässt.
Musik kann Gefühle verstärken, Erinnerungen wecken und Gedanken länger im Bewusstsein halten. Eine Melodie oder eine Textzeile taucht vielleicht später ganz von selbst wieder auf – beim Autofahren, Spazierengehen oder mitten im Alltag.
Und vor allem lässt sich ein Song ganz leicht wiederholen.
Einen längeren Text liest man eher selten mehrmals. Einen Song kann man immer wieder anhören – beiläufig, ohne besondere Vorbereitung und oft sogar mit Freude. Mit jeder Wiederholung werden Stimmung, Kerngedanke und persönliche Verbindung erneut lebendig.
Dadurch wirkt die SongStory nicht nur tiefer und emotionaler, sondern häufig auch nachhaltiger.
Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum zu jeder Geschichte ein eigener passender Song entstanden ist.
Denn eine SongStory endet nicht unbedingt mit dem letzten Satz oder dem letzten Ton. Oft beginnt sie dann erst „wirklich“.
Manches wirkt weiter.
Mal deutlich.
Mal ganz leise.
Mal mehr, mal weniger.
Die SongStories sind nicht am Reißbrett entstanden.
Am Anfang stand meine langjährige Erfahrung mit Musik. Schon als DJ habe ich in früheren Jahren erlebt, wie unmittelbar Musik Menschen erreichen kann – oft viel stärker, als Worte allein es vermögen.
Später begann ich, kleine Geschichten über alltägliche Situationen, persönliche Entwicklung und menschliche Erfahrungen zu schreiben. Geschichten, die leicht verständlich sind und dennoch etwas in Bewegung bringen können.
Irgendwann entstand die Idee, diese Geschichten mit eigens dafür entwickelten Songs zu verbinden.
Nicht als musikalische Zugabe.
Sondern als festen Bestandteil der jeweiligen SongStory.
Der Song sollte den Kerngedanken aufgreifen, die Stimmung vertiefen und dafür sorgen, dass sich die Erkenntnis leichter wiederholen und länger erinnern lässt.
So entstand nach und nach eine wachsende Sammlung aus Geschichten und Liedern.
Dieses Buch führt viele davon erstmals in einer gemeinsamen Form zusammen. Die Geschichten wurden für das Lesen ausführlicher gestaltet. Die passenden Songs und Songtexte sind direkt über die QR-Codes im Buch erreichbar.
Jede SongStory steht für sich.
Du kannst das Buch der Reihe nach lesen, einzelne Geschichten auswählen oder einfach dort beginnen, wo Dich ein Titel besonders anspricht.
Vielleicht bringt Dich eine Geschichte zum Lächeln.
Vielleicht erkennst Du etwas aus Deinem eigenen Leben wieder.
Vielleicht bleibt ein Gedanke zunächst ganz unauffällig – und taucht später wieder auf.
Mal mehr, mal weniger.
Das Buch ist erhältlich bei:
oder in jeder Buchhandlung (ISBN 978-3-6951-6206-2)
